Rafael Nadal::Auf dem Olymp
2008: Olympiasieger, Wimbledonsieger, Position Eins
Das Jahr 2008 brachte eine weitere Steigerung in Nadals Karriere. Nach anfangs durchwachsenen Ergebnissen gewann er zum 4. Mal in Folge das Turnier von Monte Carlo (im Finale schlug er - mal wieder - Roger Federer) und kurz darauf ebenfalls zum 4. Mal in Folge die Barcelona Open (nein, nicht gegen Federer. Im Finale musste David Ferrer dran glauben).In Hamburg trat Nadal erneut an, vermutlich um die Scharte des Vorjahres auszuwetzen. Ein Vorhaben, das gelang: Im Finale bezwang Rafa Federer mit 7:5, 6:7 und 6:3. Es war das 16. Aufeinandertreffen der beiden Rivalen, Nadal hatte dabei eine Bilanz von 10:6. Rafael Nadal ist erst der dritte Spieler der Tennisgeschichte, der alle drei Masters-Turniere auf Sand gewinnen konnte.
Die Geschichte der French Open ist schnell erzählt: Nadal verlor keinen einzigen Satz und gewann das Turnier zum 4. Mal in Serie. Im Finale wurde der Weltranglistenerste Federer mit 6:1, 6:3 und 6:0 regelrecht pulverisiert.In Wimbledon dann gelang Nadal endlich der langersehnte Triumph in Federers "Wohnzimmer": War Nadal in den vergangenen Jahren immer näher gekommen, war es 2008 schließlich soweit. In einem erneut hart umkämpften 5-Satz-Match gewann der Spanier am Ende mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7 und 9:7 und beendete damit die Serie von 5 aufeinanderfolgenden Triumphen Federers in Wimbledon.
Das Turnier in Cincinnati bescherte Nadal kurz darauf die erste "Nummer eins"-Position. Zwar unterlag er im Halbfinale, profitierte jedoch von Federers Ausscheiden 2 Runden zuvor, so dass Nadal den Schweizer nach 237 Wochen von der ersten Position der ATP-Weltrangliste ablösen konnte. Im Schwung dieser Ergebnisse gewann Nadal gleich noch die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Peking, wo er im Finale den Chilenen Fernando González bezwang.

